Um als aktueller wissenschaftlicher Beitrag anerkannt und in Fachzeitschriften abgedruckt zu werden, waren folgende Bedingungen zu akzeptieren:
- Die Darlegungen mussten sich auf Dokumente der SED und der Staatsführung beziehen und dies durch Zitate z.B. hoher Parteifunktionäre, durch Auszüge aus SED-Parteitagsdokumenten usw. belegen.
- Dadurch sollte die dem Sozialismus der DDR gemäße Denkrichtung gesichert und die parteiliche Wertung im Sinne der (revolutionären) Arbeiterklasse als Träger der Staatsideologie ausgedrückt werden.
- Da auch auf wissenschaftlichem Gebiet die Führungsrolle der Sowjetunion zu belegen war, wurde jede Veröffentlichung daran gemessen, inwieweit die Verfasser sowjetische Literatur studiert und verinnerlicht hatten.
- Das führte oft zu formalen Teildarstellungen.
- Allerdings gab es gerade auf didaktischem, methodischem und allgemeinpädagogischem Gebiet beachtliche Leistungen sowjetischer Wissenschaftler und Praktiker, die auch in der Erziehungswissenschaft der DDR Anerkennung fanden und das Bildungswesen entscheidend voranbrachten.
- Hinzuweisen ist auf diesem Gebiet der hervorragende Beitrag, den Wissenschaftler der SU z.B. in der Erkenntnistheorie, bei der erkenntnisprozessgerechten Unterrichtsgestaltung und auf dem Gebiet des problemhaft gestalteten Unterrichts geleistet haben.